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- ABGELTUNGSTEUER
- 25 % Steuer auf Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne) in Deutschland, zuzüglich Solidaritätszuschlag. Wird vom Broker automatisch abgeführt.
- AKKUMULATION
- Marktphase, in der Kurse nach einem Einbruch seitwärts laufen und institutionelle Anleger günstig einsteigen. Oft der beste Einstiegszeitpunkt — aber nur im Nachhinein erkennbar.
- AUSSCHÜTTEND
- ETF-Ausschüttungsart, bei der Dividenden an die Anlegerin ausgezahlt werden. Gegenteil: thesaurierend.
- BÄRENMARKT
- Marktphase mit Kursrückgängen von 20 % oder mehr vom letzten Höchststand. Psychologisch belastend, aber historisch immer gefolgt von Erholung.
- BROKER
- Plattform oder Bank, über die du Wertpapiere wie ETFs kaufen und verkaufen kannst. Beispiele: Trade Republic, Scalable Capital, ING.
- BULLENMARKT
- Marktphase mit anhaltend steigenden Kursen und positiver Stimmung.
- COST-AVERAGE-EFFEKT
- Der Effekt, der entsteht, wenn du regelmäßig denselben Betrag investierst: du kaufst bei hohen Kursen weniger Anteile, bei niedrigen Kursen mehr — und erhältst so einen günstigen Durchschnittspreis über die Zeit.
- DEPOT
- Das Konto, auf dem deine Wertpapiere (ETFs, Aktien) verwahrt werden. Wird beim Broker eröffnet.
- DIVERSIFIKATION
- Risikostreuung durch Investition in viele verschiedene Wertpapiere, Branchen und Länder. Verringert das Risiko einzelner Ausfälle.
- DOMIZILLAND
- Der steuerliche Sitz eines ETFs. Für deutsche Anleger: ETFs aus Irland (IE) oder Luxemburg (LU) sind vorteilhaft wegen günstiger Doppelbesteuerungsabkommen.
- ETF
- Exchange Traded Fund. Börsengehandelter Fonds, der einen Index nachbildet. Enthält viele Wertpapiere in einem Produkt — günstig, transparent und für Sparpläne ideal.
- FONDSVOLUMEN
- Die Größe eines ETFs in Mio./Mrd. Euro. Größere Fonds sind stabiler und effizienter. Minimum: 100 Mio. €, ideal: über 1 Mrd. €.
- FREEDOM FUND
- Dein liquider Sicherheitspuffer — ca. 3× dein Nettoeinkommen, auf einem Tagesgeldkonto. Nicht Notgroschen, sondern Freiheit: er sorgt dafür, dass du in schlechten Marktphasen nicht verkaufen musst.
- FREISTELLUNGSAUFTRAG
- Dein jährlicher Steuerfreibetrag für Kapitalerträge — 1.000 € in Deutschland (Stand 2024). Beim Broker einrichten, einmalig, zwei Minuten. Bis zu dieser Summe bleiben Kapitalerträge steuerfrei.
- INDEX
- Eine Liste von Wertpapieren nach festgelegten Kriterien. Der MSCI World z. B. enthält die rund 1.600 größten börsennotierten Unternehmen aus 23 Industrieländern. ETFs bilden Indizes automatisch nach.
- INFLATION
- Allgemeiner Preisanstieg, der die Kaufkraft von Geld über Zeit reduziert. Bei 3 % Inflation verliert Geld in 24 Jahren die Hälfte seiner realen Kaufkraft — auch wenn der Kontostand gleich bleibt.
- ISIN
- International Securities Identification Number — die eindeutige 12-stellige Kennung jedes Wertpapiers, beginnend mit dem Ländercode (z. B. IE für Irland). Neben der WKN der wichtigste Weg, ein Wertpapier im Broker zu finden.
- KONTENMODELL
- Die bewusste Aufteilung der Finanzen auf verschiedene Konten mit klaren Funktionen: Girokonto (Alltag), Freedom Fund / Tagesgeld (Puffer), Depot (Investments).
- KORREKTUR
- Kursrückgang von 10–20 % vom Höchststand. Normale Marktbewegung, kein Bärenmarkt — und kein Grund zu verkaufen.
- REBALANCING
- Das jährliche Anpassen der Portfolio-Gewichtung auf die ursprüngliche Zielaufteilung. Idealerweise durch Zukäufe statt Verkäufe — so werden keine Steuern ausgelöst.
- RENTENLÜCKE
- Die Differenz zwischen der gesetzlichen Rente und dem tatsächlichen Bedarf im Ruhestand. In Deutschland liegt das gesetzliche Rentenniveau bei ca. 48 % des letzten Nettoeinkommens — der Rest muss selbst aufgebaut werden.
- REPLIKATIONSMETHODE
- Wie ein ETF seinen Index nachbildet. Physisch: kauft die echten Aktien des Index. Synthetisch (Swap-basiert): nutzt Tauschverträge statt Aktien. Für Einsteiger: physisch replizierend ist transparenter.
- SONDERVERMÖGEN
- Das Vermögen eines ETFs ist gesetzlich getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft. Geht die Fondsgesellschaft insolvent, bleibt das Fondsvermögen unberührt — dein Geld ist geschützt.
- SPARERPAUSCHBETRAG
- Synonymer Begriff für Freistellungsauftrag. 1.000 € pro Jahr (Einzelperson), bis zu dem Kapitalerträge steuerfrei bleiben.
- SPARPLAN
- Automatische, regelmäßige Investition eines festen Betrags in einen ETF. Läuft ohne manuelles Eingreifen und profitiert vom Cost-Average-Effekt.
- TER
- Total Expense Ratio — die jährliche Gesamtkostenquote eines ETFs in Prozent des investierten Betrags. Wird automatisch verrechnet, erscheint nicht als separate Abbuchung. Ziel: unter 0,3 %, bei Welt-ETFs oft 0,1–0,2 %.
- THESAURIEREND
- ETF-Ausschüttungsart, bei der Dividenden nicht ausgezahlt, sondern automatisch reinvestiert werden. Optimal für den Vermögensaufbau — der Zinseszins-Effekt wirkt maximal.
- TRACKING ERROR
- Die Abweichung eines ETFs von seinem Referenzindex. Je kleiner, desto genauer die Indexnachbildung. Unter 0,5 % gilt als gut.
- VORABPAUSCHALE
- Jährliche Mindestbesteuerung für thesaurierende ETFs in Deutschland. Wird automatisch vom Verrechnungskonto abgebucht. In Niedrigzinsphasen sehr gering, in Hochzinsphasen etwas höher.
- WKN
- Wertpapierkennnummer — die 6-stellige deutsche Kennung eines Wertpapiers. Neben der ISIN der schnellste Weg, ein ETF oder eine Aktie im Broker zu finden.
- XETRA-GOLD
- Börsengehandeltes Wertpapier (WKN A0S9GB), 1:1 mit physischem Gold hinterlegt, mit Auslieferungsrecht. Steuerlich günstig: in Deutschland nach 12 Monaten Haltedauer steuerfrei — wie physisches Gold.
- ZINSESZINS
- Der Effekt, dass Renditen ebenfalls Renditen erzielen — exponentielles Wachstum über Zeit. Das mächtigste Werkzeug des langfristigen Vermögensaufbaus. Einmalig 1.000 € bei 7 % Rendite werden in 30 Jahren zu über 7.600 €.