Spoiler: nicht viel. Und das ist teurer als die meisten denken.
Ich habe jahrelang gedacht: Geld auf dem Sparkonto ist sicher. Es ist da, es ist meins, es kann mir nichts passieren. Das stimmt — aber nur zur Hälfte. Denn was ich dabei übersehen habe: Geld, das stillsteht, verliert.
Nicht dramatisch. Nicht von heute auf morgen. Aber leise, stetig, jedes Jahr ein kleines bisschen. Das nennt sich Inflation. Und sie ist der unsichtbare Gegner von jedem Euro, der auf dem Konto liegt und sich nicht bewegt.
Wenn die Inflation bei 2 % liegt — und das ist ein historisch normaler Wert — dann verliert dein Geld jedes Jahr 2 % seiner Kaufkraft. Nicht vom Kontostand. Vom Wert. Was du heute für 100 Euro kaufst, kostet in 10 Jahren etwa 122 Euro. Dein Konto zeigt immer noch 100 Euro. Aber es ist real weniger geworden.
Ein Sparkonto zahlt aktuell vielleicht 1–2 % Zinsen. Klingt nach was. Aber nach Steuern und Inflation bleibt oft nichts übrig — oder sogar ein reales Minus. Das Geld ist sicher im Sinne von: es ist nicht weg. Aber es arbeitet nicht. Es schläft.
Das ist kein Vorwurf. Das Sparkonto hat seinen Platz — für den Notgroschen, für Geld das du in den nächsten 1–2 Jahren brauchst. Aber für alles, was längerfristig geparkt ist und sich vermehren soll, ist es das falsche Werkzeug.
Genau darum geht es in diesem Newsletter immer wieder: Geld, das du nicht kurzfristig brauchst, kann arbeiten. In ETFs, die den Weltmarkt abbilden. In einem Sparplan, der jeden Monat automatisch investiert. Das ist kein Zaubertrick — es ist die logische Konsequenz aus dem, was wir über Zinseszins und Inflation wissen.
Die Faustregel: Drei bis sechs Monatsgehälter als Notgroschen auf dem Konto — das ist sinnvoll. Alles darüber hinaus darf ruhig mehr leisten.
Kein Finanzrat. Ich teile meine persönliche Erfahrung und Lernreise. Jede Geldentscheidung triffst du selbst.